Stadtwerketurm - ein Wahrzeichen im Wandel

Die Stadtwerke Duisburg haben den als „Stadtwerketurm“ bekannten Schornstein im Stadtteil Hochfeld umgebaut. Die alten Rauchgasrohre mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt werden. Im Anschluss erhielt der Turm nun eine neue Lichtinstallation, die ihn wieder weithin sichtbar erstrahlen lässt.

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06.12.2018 Zu Nikolaus leuchtet der Turm wieder

Zum Nikolaustag haben die Stadtwerke Duisburg für alle Duisburgerinnen und Duisburger ein ganz besonderes Geschenk vorbereitet: Der Stadtwerketurm erstrahlt nach 970 Tagen Dunkelheit wieder weithin sichtbar im altbekannten Grün. Und Duisburg hat seine beliebte Landmarke zurück.

Mitte November fand ein ausführlicher Lichttest statt, der schon zeigte, was die neue Lichtinstallation zu leisten vermag. Seit April 2016 war es dunkel und vielen Duisburgern fehlte die im Jahr 1999 installierte charakteristische grüne Beleuchtung des Stadtwerketurms in Hochfeld. Am 14. November 2018 dann ein erster Lichtstreif am Horizont: die neue Lichtinstallation zeigte bei einem Test, wie das gesamte Stahlgerüst nachts künftig grün in Szene gesetzt wird. Und dass die verbauten Leuchtmittel mehr können, davon gab es an jenem Abend auch eine Kostprobe.

Komplett fertig war die Lichtinstallation da aber noch nicht, denn nach dem Lichttest mussten noch zahlreiche Leuchten neu ausgerichtet und in den Folgetagen abschließend fixiert werden. Die Herausforderung für Lichtarchitekt Peter Brdenk aus Essen war schon vor Beginn der Arbeiten klar. Als Denkmal muss der Turm nach Abschluss der Arbeiten möglichst wieder so erstrahlen wie vorher - so schreibt es die Denkmalbehörde vor. Nur ohne die drei Rauchgasrohre. Denn die mussten im Rahmen der Rückbau-Arbeiten in den vergangenen zwei Jahren aufwändig demontiert werden. Ohne die drei Rohre fehlt natürlich eine riesige Reflexionsfläche für das Licht. Deshalb mussten Zahl und Anordnung der neuen Leuchtmittel genau durchdacht werden, um ein optimales Lichtbild zu erzeugen.

Das überzeugende Ergebnis entsteht durch eine Kombination aus verschiedenartig geformten LED-Leuchtkörpern, darunter 180 Strahler und 256 Meter Lichtlinien. Sie illuminieren die filigrane Stahlkonstruktion des Stadtwerketurms so, dass sie in der Dunkelheit perfekt zur Geltung kommt. Um die Leuchtmittel mit Strom zu versorgen, waren 4.500 Meter Kabel notwendig, 2.400 Meter davon in der Vertikalen innerhalb der Aufzugröhre in der Mitte des Turms. Nach mehr als zwei Jahren Projektzeit leuchtet der Turm wieder grün, und das nun jede Nacht.

Impressionen

Gefragt, geantwortet

Seit der Stilllegung des Heizkraftwerks II Ende 2012 werden keine heißen Abgase mehr durch die drei Rohre des Kamins geleitet. Daher wird Substanz der Metallrohre durch Rost beeinträchtigt. Um unserer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, müssen wir die Rohre daher entfernen.

Beim Rückbau der Rohre kommt ein Hydraulik-Hebesystem zum Einsatz. Dieses wird vorwiegend im Industrie- und Brückenbau für das Heben und Senken von schweren Lasten angewendet. An den Rohren des Stadtwerketurms werden zuerst einzelne Heber montiert, die synchron gesteuert werden können

Die Schraubverbindungen der einzelnen Rauchgasrohrelemente werden gelöst und die Segmente, beginnend mit dem jeweils untersten, nacheinander von ihrem Lager abgehoben und senkrecht an Stangen nach unten abgelassen. Auf dem Dach des Stahlbetonsockels des Stadtwerketurms werden die Rohre dann in kürzere Zylinder geteilt. Diese werden mit einem Kran nach unten befördert, dort erfolgt dann in einer Dekontaminationshalle die fachgerechte Schadstoffbeseitigung und anschließende der Abtransport zur Entsorgung.

Inklusive Einrichtung der Baustellen werden die Arbeiten von Frühjahr bis voraussichtlich Ende 2016 andauern.

Nach dem Rückbau der Rauchgasrohre ist der Aufbau einer neuen Lichtinstallation vorgesehen. Diese wird voraussichtlich Ende 2018 in Betrieb gehen.

Eine Besichtigung des Turms ist aus Sicherheitsgründen seit einigen Jahren leider nicht mehr gestattet. Auch nach dem Rückbau der Rohre bestehen nicht die notwendigen Voraussetzungen, um den Turm wieder als Aussichtsplattform zu nutzen. Die Stadtwerke Duisburg bieten allerdings Führungen durch das Heizkraftwerk I in Hochfeld an. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Internet unter www.stadtwerke-duisburg.de/service/besucherservice.