Stadtwerke geben Entwarnung: trotz Hitze keine Einschränkungen bei Trinkwasserversorgung
Angesichts von Höchsttemperaturen mit anhaltender Hitze und Dürre rücken Fragen zur Trinkwasserversorgung zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Stadtwerke Duisburg können Entwarnung geben: Die Versorgung mit Trinkwasser in der Stadt an Rhein und Ruhr ist jederzeit gewährleistet.
Durch unterschiedliche zur Trinkwasserförderung genutzte Wasservorkommen, eine robuste Infrastruktur und ausreichend groß dimensionierte Pufferkapazitäten können auch Spitzenlasten im Sommer problemlos abgedeckt werden.
Ausreichende Vorkommen aus verschiedenen Quellen
Um die Duisburger Haushalte mit fast 30 Milliarden Liter Wasser jährlich zu versorgen, setzen die Stadtwerke für die Trinkwassergewinnung auf unterschiedliche Quellen. Gewonnen wird das Trinkwasser der Stadtwerke Duisburg in den Duisburger Wasserwerken, die sich in Düsseldorf-Wittlaer und -Bockum befinden. Dabei wird Grundwasser und uferfiltriertes Grundwasser, sogenanntes Rheinuferfiltrat, über Brunnen gefördert, gefiltert, aufbereitet und anschließend als Trinkwasser in Lebensmittelqualität in das Duisburger Versorgungsnetz südlich der Ruhr eingespeist. Die Wasserstände in diesen Brunnenanlagen sind in den letzten Jahren mit typischen unterjährigen Schwankungen weitgehend stabil. Für den Duisburger Norden bezieht das Unternehmen Trinkwasser über zwei große Leitungen aus dem Wasserwerk Haltern am See im Kreis Recklinghausen, wo Grundwasser mit Wasser aus dem Halterner Stausee angereichert wird. In Homberg und Baerl schließlich wird aufbereitetes Grundwasser aus dem Binsheimer Feld in Duisburg verteilt. Rund 2.200 Kilometer Rohrleitungen unterhalten die Stadtwerke Duisburg in der Stadt.
„Bei der Trinkwasserversorgung mit Wasser aus Rheinuferfiltrat und Grundwasser in Rheinnähe sowie aus Grundwasseranreicherung sind mittelfristig keine Engpässe zu befürchten“, erläutert Felicitas Dudziak, Betriebsleiterin Wasserbeschaffung bei der Wasserbeschaffung Niederrhein Westfalen (WBNW), dem Wasserlieferanten der Stadtwerke Duisburg. „Die Grundwasservorkommen füllen sich in den Wintermonaten durch Niederschläge und höhere Flusspegel zuverlässig wieder auf. Der Rhein sorgt zudem für einen natürlichen Ausgleich möglicher Defizite. Aktuelle Messungen zeigen, dass die Pegelstände in unseren Wasserschutzgebieten im unkritischen Bereich liegen“, so Frau Dudziak weiter.
Hochbehälter Försterberg: Der Puffer für Spitzenlasten
Ein zentraler Baustein für die Sicherheit der Trinkwasserversorgung der Duisburgerinnen und Duisburger ist eine ausreichend dimensionierte Infrastruktur, insbesondere der Hochbehälter auf dem Försterberg im Duisburger Stadtwald. Dieser unterirdische Speicher, verborgen unter einem bewachsenen Hügel, fasst insgesamt 62 Millionen Liter Trinkwasser – das entspricht etwa dem Volumen von 25 Olympia-Schwimmbecken.
Der Hochbehälter erfüllt dabei eine doppelte Funktion: Er sorgt durch seine Lage 50 Meter über dem Stadtgebiet allein durch Schwerkraft für einen konstanten Wasserdruck von fünf Bar im Netz und dient als entscheidender Pufferspeicher. Er hält rund 60 Prozent des täglichen Spitzenbedarfs vor.
Dies ist besonders in Phasen hoher Nachfrage essenziell. Ob morgens zwischen 7 und 9 Uhr, abends zwischen 18 und 20 Uhr oder bei besonderen Ereignissen: Der Behälter fängt Lastspitzen zuverlässig ab. Dies betrifft den normalen Haushaltsbedarf genauso wie den zusätzlichen Verbrauch durch Aktivitäten wie Duschen, Gartenbewässerung oder das Befüllen privater Swimmingpools. Selbst bei Großbränden oder extremen Belastungen, wie sie beispielsweise bei öffentlichen Sportübertragungen in Halbzeitpausen auftreten, sind die Druckhaltung und Liefermenge gesichert.
Um diese Sicherheit auch in Zukunft zu garantieren, investieren die Stadtwerke Duisburg aktuell rund 15 Millionen Euro in die Modernisierung des Hochbehälters Försterberg. Dabei werden die Innenbeschichtung, Zuleitungen und die Steuertechnik erneuert. Diese Investitionen sind Teil einer umfassenden Strategie, um das gesamte Trinkwassernetz schrittweise zu erneuern und auszubauen.
Keine Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger
Aufgrund der guten Datenlage und der hohen Speicherkapazitäten sehen die Stadtwerke Duisburg derzeit keinen Anlass für Verbrauchsbeschränkungen. Bürgerinnen und Bürger können Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt und bedenkenlos nutzen – sei es zum Befüllen von Pools, zur Gartenbewässerung oder zum Autowaschen. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist zudem langfristig rückläufig, was die stabile Lage zusätzlich unterstützt. So lag laut Branchenverband BDEW im vergangenen Jahr der durchschnittliche Trinkwassergebrauch in Deutschland pro Person und Tag bei 123 Litern. Seit 1990 ist dieser Wert um rund 16 Prozent gesunken – damals lag er noch bei durchschnittlich 147 Litern pro Person und Tag. Für das Geschäftsjahr 2025 lag der Wasserabsatz der Stadtwerke Duisburg bei 29,4 Millionen Kubikmeter, im Jahr 2006 waren es noch 37,8 Millionen Kubikmeter.
„Unsere Infrastruktur ist darauf ausgelegt, auch extreme Wetterlagen und hohe Verbrauchsspitzen abzupuffern“, so Felicitas Dudziak. „Mit dem Hochbehälter Försterberg und unseren vielseitigen Gewinnungsanlagen sind wir für Duisburg bestens gerüstet“, so Frau Dudziak weiter.
Stadtwerke-Aktionen bieten kühle Erfrischung für alle
Neben der technischen Sicherheit setzen die Stadtwerke Duisburg auch auf direkte Angebote und Aktionen im Stadtbild, wenn das Thermometer steigt: So spenden die Stadtwerke-Trinkwasserbrunnen in der Duisburger Innenstadt kostenlos kühles, hochwertiges Leitungswasser. Ein nachhaltiger Durstlöscher für Fußgänger und Radfahrer. Als Highlight für Familien bietet der Stadtwerke Wasserspielplatz im Duisburger Zoo eine willkommene Abkühlung. Hier können Kinder planschen und spielen, während Eltern sicher sein können, dass hygienisch einwandfreies Trinkwasser genutzt wird. Und bei besonderen Veranstaltungen oder an stark frequentierten Orten sind die Stadtwerke oft mit dem Trinkwasser-Mobil unterwegs, das kostenlose Becher mit frischem Wasser ausgibt.
Diese Aktionen unterstreichen die Qualität des Duisburger Leitungswassers: Es kann jederzeit und ohne Bedenken getrunken werden – eine nachhaltige und kostengünstige Erfrischung.
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