PFT-Belastung

Im Düsseldorfer Norden ist in einigen Gebieten das Grundwasser mit sogenannten Perfluorierten Tensiden (PFT) belastet. Die Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Duisburg ist dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. Wir haben an dieser Stelle wichtige Fragen und Antworten zur PFT-Belastung des Grundwassers im Düsseldorfer Norden zusammengestellt.

Ja. Die Qualität des Trinkwassers ist nicht beeinträchtigt. Es kann ohne Bedenken genutzt werden. Die Stadtwerke Duisburg sind in der Lage, mit ihrem Aufbereitungsverfahren für Trinkwasser PFT-Rückstände im Grundwasser in der derzeit vorliegenden Zusammensetzung und Konzentration effektiv zurückzuhalten.

PFT steht für Perfluorierte Tenside. Hierbei handelt es sich um organisch-chemische Verbindungen, die in der Natur selbst nicht vorkommen, sondern industriell hergestellt werden. Die Verbindungen werden hauptsächlich in der Textil- und in der Papierindustrie zur Herstellung von schmutz-, fett- und wasserabweisenden Materialien verwendet. Weitere Einsatzgebiete sind die Fotoindustrie, die Herstellung von Feuerlöschmitteln, die Luftfahrt und die Galvanische Industrie. PFT können auch Bestandteil von Schmier- und Imprägniermitteln sein. Sie reichern sich in der Umwelt sowie im menschlichen und tierischen Gewebe an und stehen im Verdacht, die Entstehung von Krebserkrankungen indirekt zu fördern.

PFT wurde durch Löschwasser bei Feuerwehreinsätzen und auf Übungsplätzen in das Grundwasser eingetragen. Bisher wurden von den Behörden vier Eintragsstellen auf dem Gelände des Düsseldorfer Flughafens identifiziert. Inzwischen wurden Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Einträge vorgenommen.

Detaillierte Informationen zur Grundwasserverunreinigung und zur betreffenden Öffentlichkeitsarbeit enthält folgende Internetseite des Umweltamts der Stadt Düsseldorf:

https://www.duesseldorf.de/umweltamt/umweltthemen-von-a-z/altlast/pft-grundwasserverunreinigung.html

Im Jahr 2007 wurden erstmals im Rahmen der routinemäßigen Grundwasserüberwachung auch PFT untersucht und in einzelnen Messstellen in den Düsseldorfer Stadtteilen Lohausen und Kaiserswerth festgestellt. Die Belastung beschränkt sich im Wesentlichen auf diese beiden Stadtteile.

Detaillierte Informationen finden Sie auf folgender Internetseite des Umweltamts der Stadt Düsseldorf:

https://www.duesseldorf.de/umweltamt/umweltthemen-von-a-z/altlast/pft-lohausen-kwerth.html

Die Stadtwerke Duisburg besitzen eine Brunnenanlage am Rande des betroffenen Gebiets in Düsseldorf-Kaiserswerth. Als reine Vorsorgemaßnahmen hat das Unternehmen diese Brunnenanlage im Dezember 2015 bis auf weiteres außer Betrieb genommen.

Dazu bestand keine Notwendigkeit. Bereits das Rohwasser aus der Brunnenanlage Kaiserswerth hat zuvor nur vergleichsweise geringe PFT-Werte aufgewiesen. Im Rahmen der weiteren Aufbereitung zu Trinkwasser konnten die vorhandenen PFT effektiv zurückgehalten werden.

Das gewonnene Rohwasser aus der Brunnenanlage Kaiserswerth wird gemeinsam mit gefördertem Wasser aus den Brunnenanlagen Wittlaer und Wittlaerer Werth im Wasserwerk Wittlaer zu Trinkwasser aufbereitet. Anschließend wird dieses Trinkwasser mit dem Trinkwasser aus dem Wasserwerk Bockum gemischt und in das Versorgungsnetz für Duisburg eingespeist. Der Grundwassereinzugsbereich des Wasserwerks Bockum liegt vollständig außerhalb des betroffenen Gebietes.

Diese gemeinsame Aufbereitung und anschließende Mischung der Wassermengen hat betriebliche Gründe und erfolgt so seit über 80 Jahren, unabhängig von der PFT-Belastung des Grundwassers im betroffenen Gebiet.

Die Stadtwerke Duisburg messen regelmäßig den PFT-Gehalt des aufbereiteten Trinkwassers. Alle Grenz- und Richtwerte werden mit weitem Abstand unterschritten, so dass selbst ein lebenslanger Genuss gesundheitlich unbedenklich ist.

Aus den Wasserwerken Wittlaer und Bockum werden rund 255.000 Menschen in Duisburg mit Trinkwasser beliefert. Das Versorgungsgebiet umfasst rechtsrheinisch alle Stadtteile südlich der Ruhr und linksrheinisch den Stadtbezirk Rheinhausen.

Die restlichen Einwohner Duisburgs erhalten Trinkwasser, das die Stadtwerke Duisburg über eine Rohrleitung aus dem Halterner Stausee im Kreis Recklinghausen sowie aus dem Binsheimer Feld in Duisburg-Baerl beziehen.

Zusammenfassend möchten wir betonen: Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Es erfüllt strengere Qualitätskriterien als zum Beispiel Mineralwasser. Die Duisburger Bürger können sich darauf verlassen, dass die Stadtwerke Duisburg ihnen nur Trinkwasser zur Verfügung stellen, das unbedenklich genutzt werden kann.