Erneuerbare Energien: Unser Engagement für den Klimaschutz.

Für die Stadtwerke Duisburg als Energiedienstleister mit eigenen Kraftwerken hat das Thema Erzeugungstechnologie besondere Priorität. Neben der Wirtschaftlichkeit der Erzeugungsprozesse spielen hier auch Faktoren wie Ressourcenschonung oder Klimaschutz eine wichtige Rolle. Darum engagieren wir uns neben Kraft-Wärme-Kopplung auch im Bereich der erneuerbaren Energien. Hier finden Sie eine Übersicht einzelner Projekte:

Photovoltaikanlage Logport

Die größte Photovoltaikanlage in Duisburg gehört nun zum Portfolio der Stadtwerke Duisburg und speist Energie aus Sonnenkraft ins Stromnetz ein. Auf dem Logport-Gelände in Duisburg-Rheinhausen sind seit 2007 Solarpaneele zur Stromgewinnung angebracht. Rund 18.500 Solarmodule sind auf dem Dach einer Speditionsfirma auf einer Fläche von etwa 13.000 (m²) Quadratmetern mit einer Leistung von 1,2 Megawatt installiert. Die für die Energiegewinnung nutzbare Fläche ist vergleichbar mit der Größe von zwei Fußballfeldern, die gesamte Dachfläche misst 25.000 m². Nach einer gründlichen Sanierung sollen die Solarzellen 900.000 Kilowattstunden erzeugen, was dem Strombedarf von etwa 250 Haushalten entspricht.

Eigentümer und Betreiber der Photovoltaik-Anlage ist die ThermoPlus WärmeDirektService GmbH. Als Tochterunternehmen der Stadtwerke Duisburg AG ist sie für die Planung, Finanzierung, den Bau, Betrieb, die Wartung und Instandhaltung von Energieanlagen zuständig.

  • Investitionsbetrag: 2,5 Millionen Euro
  • CO2-Einsparung: 800 Tonnen

Photovoltaikanlage Albert-Einstein-Gymnasium

Das Albert-Einstein Gymnasium in Rumeln-Kaldenhausen produziert nicht nur schlaue Köpfe, sondern auch saubere Energie. Auf einer Dachfläche von 710 Quadratmetern wandeln 432 Photovoltaik-Module die Energie der Sonne jährlich in rund 85.000 Kilowattstunden (kWh) Strom um. Die gewonnene Energie wird in das Netz der Stadtwerke Duisburg eingespeist und reicht aus, um 24 Duisburger Haushalte bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh ein Jahr lang zu versorgen.

Eigentümer und Betreiber der Photovoltaik-Anlage ist die ThermoPlus WärmeDirektService GmbH. Als Tochterunternehmen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrgesellschaft mbH (DVV) ist sie für die Planung, Finanzierung, den Bau, Betrieb, die Wartung und Instandhaltung von Energieanlagen zuständig.

  • Investitionsbetrag: 300.000 Euro
  • CO2-Einsparung: 75 Tonnen

Biomasse-Fernwärme für die Niederrhein-Therme

Aus dem Betrieb einer Kläranlage wird deutschlandweit erstmalig eine große Therme mit Wärme versorgt: Eine 1,5 Kilometer lange Fernwärmeleitung führt vom Klärwerk Emschermündung in Dinslaken bis zur Niederrhein-Therme in Duisburg. Das Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Duisburg, der Tochtergesellschaft ThermoPlus sowie der Betrem Emscherbrennstoffe GmbH und der Revierpark Mattlerbusch GmbH wurde 2012 umgesetzt.

Im Klärwerk Emschermündung der Emschergenossenschaft wird die Energie produziert und über die Fernwärmeleitung nach Duisburg in den Revierpark Mattlerbusch transportiert. Dort wird sie zur Wärmeversorgung genutzt. Dabei ist die Herausforderung, das Wärmeangebot der Kläranlage, die Wärmebedarfe des Klärwerks und der Niederrhein-Therme anzugleichen und Angebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen.

Die ThermoPlus WärmeDirektService GmbH bezieht die Fernwärme von der Emschergenossenschaft und vertreibt diese an die Niederrhein-Therme.

  • Investitionsbetrag: 1,2 Millionen Euro
  • CO² Einsparung: 2000 Tonnen

Biomasse - Igniscum Candy®

Die Stadtwerke Duisburg AG erforscht gemeinsam mit dem Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf, ob aus Pflanzen und demnach nachwachsenden Rohstoffen Energie gewonnen werden kann. Gegenstand der Forschung ist das Knöterichgewächs Igniscum Candy®, welches als regenerativer Energieträger, sogenanntes Substrat, in Biogasanlagen eingesetzt werden kann.

Die entscheidenden Fragen, die mit diesem Projekt beantwortet werden sollen sind: Wie viel Energie liefert ein Hektar Pflanzen und sind sie als Einsatzstoff für Biogasanlagen und somit als Biomasse geeignet?

Windkraftanlage Grevenbroich

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung: Die Einweihung der ersten Windkraftanlage der Stadtwerke Duisburg. Am 25. Juni 2010 ging die 132 Meter hohe Anlage in Grevenbroich ans Netz. Hier befindet sich das weltweit größte Testfeld für Binnenkraftanlagen. In den nächsten acht Jahren wird dieser Prototyp nun umfangreichen Praxistests unterzogen. Doch bewährt sich das Onshore-Projekt schon heute: 1.300 Duisburger Haushalte versorgt die Zwei-Megawatt-Anlage rund um die Uhr mit sauberem Strom. Dadurch erspart sie der Atmosphäre etwa 4.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr.

Details zur Windkraftanlage:

Die Windkraftanlage Prototyp "ev2.93" hat eine Nabenhöhe von 85 Metern und der Rotor umfasst einen Durchmesser von 90 Metern, jeder einzelne Flügel ist 45 Meter lang. Rund 200 Tonnen Stahl wurden verbaut, das Fundament umfasst 330 Kubikmeter Beton. Mit dieser Anlage werden perspektivisch rund um die Uhr etwa 1.300 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt. Die 2 Megawatt-Anlage erzeugt jährlich eine durchschnittliche Energiemenge von 5,1 Millionen Kilowattstunden.

  • Investitionsbetrag: 2,5 Millionen Euro
  • CO2-Einsparung: 4.000 Tonnen

Green-GECCO-Projekte

Mit der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen Green GECCO gehen die Stadtwerke Duisburg neue Wege in der regenerativen Energieversorgung. Green GECCO bezeichnet einen Zusammenschluss von Energieversorgungsunternehmen mit dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Der Namenspatron, eine kleine Echse, symbolisiert das Ziel der 26 kommunalen Stadtwerke und der RWE Innogy: "Green" steht für den Einsatz erneuerbarer Energien, "GECCO" für Vielfalt, Anpassungsfähigkeit und Globalität.

Strom aus Windkraft

Das erste Green GECCO-Projekt, der Onshore-Windpark "An Suidhe", befindet sich an der schottischen Küste in einer Region mit hohen Windgeschwindigkeiten. Er verfügt über 23 Turbinen und versorgt rund 14.000 Haushalte mit Strom.

Doch nicht nur international investieren die am Projekt beteiligten Energieversorger. Mittlerweile wurden auch mehrere Windparks in Deutschland realisiert.

Mehr Informationen zu dem Gemeinschaftsprojekt Green GECCO GmbH erhalten Sie hier.

  • Investitionsbetrag: 5 Millionen Euro
  • CO2-Einsparung: 6.000 Tonnen