Glossar

Von A bis Z: Hier erläutern wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um die Themen Energie und Wasser.

Name Beschreibung
Abgase Gasförmige Emissionen, die aus Feuerungs- und Produktionsanlagen austreten, welche beispielsweise mit fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas betrieben werden. Ihre Zusammensetzung sowie die Anteile gegebenenfalls umweltbelastender Stoffe im Wasserdampf variieren je nach Brennstoff.
Abschlag / Abschlagszahlung Monatliche Pauschale, die der Stromkunde für die bezogene Stromlieferung an das Energieversorgungsunternehmen zahlt; wird nach Ende des Vertragsjahrs mit dem tatsächlichen Verbrauch verrechnet.
Abwasserbeseitigungspflicht Verpflichtung der Städte und Gemeinden gemäß § 53 LWG NRW, in festgelegten Intervallen Abwässer zu sammeln und zu den Verbandskläranlagen abzuleiten sowie Kleinkläranlagenschlamme und Reste aus Benzin- und Ölabscheidern einzusammeln.
Arbeitspreis (Strom) Bemisst das Entgelt pro verbrauchter Einheit elektrischer Arbeit (Euro/Kilowattstunde). Die Gesamtzahl der Kilowattstunden wird also mit dem Arbeitspreis multipliziert und ergibt das so genannte Arbeitsentgelt.
Blockheizkraftwerk (BHKW) Sehr effizienter, kompakter Anlagentyp, in dem auf Basis der so genannten Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom (das heißt Kraft) und Wärme erzeugt wird. Zunächst wird auf Basis flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe mechanische Energie erzeugt und in Strom umgewandelt. Die dabei entstehende Abwärme wird genutzt und beispielsweise zum Heizen, bei der Warmwasserbereitung, aber auch zum Betrieb von Kühlanlagen eingesetzt. Die Kraft-Wärme-Kopplung findet vielfach in zentralen Wohnsiedlungen, Krankenhäusern oder in der Industrie Anwendung. Als Brennstoff dient vorwiegend Erdgas, zunehmend werden auch erneuerbare Energiequellen eingesetzt.
Brenngas Gase oder Gasgemische wie etwa Erdgas, Propangas, Butangas, Wasserstoff oder Deponiegas, die durch Verbrennung zur Wärmeerzeugung oder für industrielle Zwecke genutzt werden. Die folgenden Bezeichnungen sind im internationalen Gebrauch für verschiedene Brenngase üblich: CNG (compressed natural gas, wird beispielsweise als Autokraftstoff eingesetzt), LPG (liquefied petrol gas, hierzu zählen die Flüssiggase Propan und Butan), LNG (liquefied natural gas, das heißt verflüssigtes Erdgas) sowie SNG (synthetic natural gas, synthetisches Gas, das die Eigenschaften von Erdgas aufweist).
Brennstoffzelle Verfahren, das aus Wasserstoff und Luft elektrischen Strom und Wärme gewinnt. Brennstoffzellen können stationär, etwa zur Versorgung von Haushalten, Krankenhäusern o. ä.), aber auch mobil (Auto sowie Schiff-, Luft- und Raumfahrt) eingesetzt werden.
Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) Insgesamt 38 Verordnungen, die die Durchführung des Bundes- Immissionsschutzgesetzes (BImSchG - Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge) regeln. Die Messungen zur Überprüfung der Grenzwerte von Heizungsanlagen liegen im Verantwortungsbereich des Schornsteinfegers.
CO2 Chemische Formel für Kohlenstoffdioxid. Dieses wichtige Treibhausgas ist in geringer Konzentration (0,038 %) natürlicher Bestandteil von Luft. Es entsteht u. a. bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen und ist in höheren Konzentrationen giftig.
CO2-Zertifikate Berechtigt zum Ausstoß (Emission) einer bestimmten Menge Kohlendioxid in einem definierten Zeitraum. Durch den Handel mit Emissionsrechten soll die Gesamtemissionsmenge an Schadstoffen reguliert werden.
Durchleitungsentgelt Auch Netzdurchleitungsentgelt: Gebühr über die Nutzung des Stromnetzes, die das Energieversorgungsunternehmen an den Netzbetreiber entrichtet. Dieser ist im Gegenzug für Aufbau, Instandhaltung und ggf. Erneuerung des Netzes verantwortlich. Das D. fließt in die Kalkulation des Strompreises mit ein.
EEG-Umlage Abkürzung: Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Umlage

Die Förderung der erneuerbaren ist richtig und wichtig. Um den Ausbau von Anlagen, die regenerative Energien zur Stromerzeugung nutzen, voranzutreiben, hat sich in Deutschland das EEG als äußerst erfolgreiches Instrument erwiesen. Über das EEG erhalten Betreiber von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien über einen definierten Zeitraum eine vorab festgelegte Vergütung pro erzeugter und eingespeister Kilowattstunde Strom, die per Gesetz über ein bundesweites Umlageverfahren an alle Endverbraucher weitergegeben werden.
Einspeisungsvergütung Anbieter, die ihren Strom aus regenerativen Quellen erzeugen, erhalten für dessen Einspeisung ins öffentliche Stromnetz die so genannte Einspeisungsvergütung. Damit wird in Europa die Förderung von regenerativen Energien gefördert (-> Erneuerbare-Energien-Gesetz).
Emissionen Gasförmige, aber auch feste oder flüssige Stoffe, Geräusche, Erschütterungen oder ähnliches, die aus dem Betrieb einer Anlage, eines Geräts oder einer Maschine in die Umgebung abgegeben werden.

Hierzu können etwa Schadstoffe, Wärme, Lärm oder auch Strahlung zählen. Häufig sind damit vor allem umweltbelastende Schadstoffe in der Luft - Kohlendioxid, Stickstoffoxide, Schwefeldioxid, Staub oder Ruß - gemeint.
Im Vergleich zu anderen Energieträgern verbrennt Erdgas relativ emissionsarm.
Energie sparen Maßnahmen zum Ressourcen schonenden Einsatz von Energie, zum einen durch geringeren Verbrauch, zum anderen durch effizientere Nutzung der eingesetzten Energie. Der unmittelbare Schutz der Umwelt, aber auch Kostengründe oder der Wunsch nach nachhaltigerem Umgang mit Energieträgern stehen allgemein hinter Bestrebungen zum Energiesparen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und
schrumpfender Energievorräte hat sich das Thema Energiesparen indessen zu einer politischen wie wirtschaftlichen Konstante entwickelt. Förderprogramme fordern zum Energiesparen auf und ein besonders wirtschaftlicher Energieverbrauch etwa bei Elektrogeräten oder Autos wird zunehmend zum Verkaufsargument. Besonders großen Anteil am individuellen Energieverbrauch hat die Heizung, hier bestehen daher durch den Einsatz moderner Heizanlagen und sinnvoller Wärmedämmung große Einsparpotenziale.
Energieausweis Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet. Wer ein Haus baut, umbaut oder erweitert, ist gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) verpflichtet, Energiebedarf bzw. Energieverbrauch überprüfen zu lassen. Potenzielle Mieter, Käufer oder Pächter haben Anspruch darauf, sich den Energieausweis zeigen zu lassen.
Energiemix Nutzung verschiedener Primärenergiequellen, um die Abhängigkeit von einer bestimmten Energiequelle zu verringern. In Deutschland besteht der Energiemix im Wesentlichen aus Erdöl, Kohle und Erdgas sowie aus Kernenergie und erneuerbaren Energiequellen.
Energieversorgungsunternehmen (EVU) Unternehmen, das elektrische Energie erzeugt und/oder über das öffentliche Stromnetz zu seinen Kunden bringt. Letztere werden oft auch mit Erdgas, Wärme und/oder Wasser von den EVU versorgt. Kommunale Stadtwerke sowie einige große überregionale Anbieter machen hierzulande den größten Anteil der EVU aus.
Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Reguliert die Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas und wirkt darum einer Monopolbildung auf Seiten der EVU entgegen. Ein wirksamer und unverfälschter Wettbewerb soll einen nachhaltigen Netzbetrieb und eine sichere, bezahlbare, effiziente und umweltverträgliche Versorgung sicherstellen.
Erdgas Primärenergie, die sich teils zusammen mit Erdöl aus der Verkohlung von Pflanzen gebildet hat. Unter dem Begriff Erdgas werden brennbare Naturgase zusammengefasst, die überwiegend aus Methan und weiteren Stoffen bestehen, etwa Ethan, Propan, Stickstoff, Kohlenwasserstoff oder Kohlendioxid. Wegen seiner vergleichsweise sauberen Verbrennung ist Erdgas als Energieträger sehr verbreitet und kann zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung, aber auch zum Kochen oder als Autokraftstoff sowie zur Erzeugung von Methanol oder Wasserstoff für den Antrieb von Brennstoffzellen eingesetzt werden.
Erdgasfahrzeuge Fahrzeuge, die mit Erdgas - nicht zu verwechseln mit Autogas - betrieben werden. Der Antrieb erfolgt über einen Verbrennungsmotor mit Antriebsaggregat, der ein aufbereitetes Erdgas-Luft-Gemisch in den Zylindern verbrennt. Alle namhaften Hersteller bieten zunehmend Erdgasmodelle serienmäßig an. Hier ist zwischen Fahrzeugen zu unterscheiden, die wahlweise mit Erdgas und Benzin (bivalent, bifuel) betrieben werden und solchen, die ausschließlich Erdgas als
Kraftstoff nutzen (monovalent, monofuel). Im Gegensatz zum Naturprodukt Erdgas ist Autogas oder Flüssiggas ein Nebenprodukt der Raffinerieverarbeitung von Rohöl und besteht aus einem Gemisch aus Propan und Butan. Bei mehr als acht bar Druck wird es verflüssigt (daher auch der Name Flüssiggas), während Erdgas seinen gasförmigen Zustand beibehält.
Erneuerbare Energien Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind.

Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie stehen als Energieträger nahezu unendlich zur Verfügung. Die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern ist klimafreundlich, sicher sowie umwelt- und ressourcenschonend. Die Nutzung erneuerbarer Energien vermeidet klimaschädliche Emissionen, die mit erheblichen Folgeschäden und -kosten verbunden sind. Darum ist der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur sinnvoll, sondern auch gesamtwirtschaftlich vorteilhaft.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Legt fest, zu welchen Anteilen Energie aus regenerativen Quellen gewonnen werden muss. Durch Subventionen erhalten auch neue und deshalb zunächst teurere, aber umweltverträgliche Verfahren der Energiegewinnung faire Marktchancen.
European Energy Exchange (EEX) Handelsplatz (Börse) für Energie und energienahe Produkte in Leipzig.
Feinstaub Bezeichnung für kleinste Rußpartikel in der Luft mit einem Durchmesser von höchstens zehn Mikrometern. Wegen ihrer geringen Größe können sie nicht durch Nasenhaare oder auf den Schleimhäuten im Nasen- oder Rachenbereich zurückgehalten werden und gelangen so in die Lunge des Menschen. Daher gilt Feinstaub, der im Straßenverkehr vor allem von Dieselmotoren erzeugt wird, als besonders gesundheitsgefährdend. Um die Entstehung von Feinstaub zu begrenzen, wurde im Oktober 2006 eine Feinstaubverordnung verabschiedet.
Als Folge wurden vielerorts Umweltzonen eingerichtet, in denen ein Fahrverbot für besonders emissionsstarke Fahrzeuge gilt.
Freileitung Überirdisch verlaufende Stromleitungen zum Transport über große Entfernungen. In bebauten Gebieten ist das Stromnetz zu dessen Schutz unterirdisch verlegt.
Gasbrennwertgerät Eine Gasfeuerstätte zur Beheizung oder Wassererwärmung, die neben der Wärme des verbrannten Gases - vorzugsweise Erdgas - zusätzlich auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Kondensationswärme nutzt. Der Vorteil liegt im deutlich erhöhten Nutzungsgrad der Heizungsanlage.
Gigawatt Maßeinheit für Strom ( -> Watt). 1 Gigawatt entspricht 1.000 Megawatt, also 1.000 Millionen Watt.
Grundlast Netzbelastung, die nötig ist, um den Mindestenergieverbrauch im Laufe eines Tages sicherzustellen.
Hochspannung Elektrische Spannung über 1.000 Volt (1 kV).
Höchstspannung Elektrische Spannung über 150.000 Volt 150 kV).
Horcher Mitarbeiter der Stadtwerke Duisburg, die mittels spezieller Schulung und Equipment Lecks in der Trinkwasserversorgung aufspüren. Unter Zuhilfenahme von Kopfhörer und elektronischem Verstärker überprüfen sie die unterirdischen Versorgungsleitungen auf ungewöhnliche Fließgeräusche.
Immissionen Das Einwirken von Verunreinigung, Strahlung, Geräuschen oder Erschütterungen auf Lebewesen, Pflanzen, Erde, Wasser, Luft oder Kultur- und Sachgüter. Wird durch die Bundes- Immissionsschutzverordnungen (BImschV) geregelt.
Infrarot-Heizelemente Die von Infrarot-Heizelementen als Strahlung abgegebene Wärme wird allgemein als sehr angenehm empfunden. Bestes Beispiel: Unsere Sonne.

Als alternatives Heizsystem für den Wohnraum sind Infrarot-Heizelemente jedoch nur bedingt geeignet. In Bereichen in denen keine Gas- oder Fernwärme-Versorgung möglich ist, kann eine strombetriebene Infrarot Heizung eine Alternative sein. Dabei sollten jedoch einige Faktoren berücksichtigt werden:

- Wie alt ist das zu beheizende Gebäude und wie sind die Außenwände isoliert?
- Ist die Wohnung ständig bewohnt?
- Wo befindet sich die Wohnung z.B. in einem Mehrfamilienhaus.
- Welche Alternativen gibt es?
- Welche Montagekosten entstehen und ist der Hausanschluss ausreichend dimensioniert?

Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass sich die Wärme von Infrarot-Heizelemente nicht gleichmäßig im ganzen Raum verteilt. Wärme wird nur dort empfunden, wo man sich direkt im Strahlungsbereich des Heizelementes aufhält. Um ein behagliches Wohnklima im gesamten Raum zu erhalten, sind andere Heizsysteme besser geeignet.
Installierte Leistung Maximale elektrische Leistung der in einem Kraftwerk installierten Generatoren bzw. der in einem Land vorhandenen Kraftwerke. Wird allgemein in Watt bzw. Megawatt oder Gigawatt angegeben.
Internationaler Tag der Umwelt Der 5. Juni wird seit der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt (5. Juni 1972) jährlich als Internationaler Tag der Umwelt" begangen. Er steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. In Deutschland sind alle Einrichtungen der Öffentlichen Hand aufgefordert, Veranstaltungen und Maßnahmen durchzuführen, die das Umweltbewusstsein der Bürger ansprechen. Auch Duisburg folgt diesem Appell und veranstaltet seit 1994 am 5. Juni regelmäßig die Duisburger Umwelttage."
Kilowatt (kW) Maßeinheit für Strom (-> Watt). 1 Kilowatt entspricht 1.000 Watt.
Kilowattstunde (kWh) Energieeinheit, in der Strom- und Heizwärmekosten abgerechnet werden. Eine kWh entspricht der Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von 1.000 Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.
Klimaschutz Sammelbegriff für Maßnahmen, die den Schutz der Erdatmosphäre zum Gegenstand haben. Im Fokus steht zumeist die Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes, der durch den so genannten Treibhauseffekt für die globale Erwärmung und weitere Ausprägungen des Klimawandels verantwortlich gemacht wird. Große Einsparpotenziale für jeden Einzelnen bestehen im Automobilverkehr sowie beim Heizen. Darüber hinaus wird der Klimaschutz zunehmend auch als politische Aufgabe erkannt und weltweit diskutiert.
Kohlendioxid Auch Kohlenstoffdioxid, CO2. Farbloses, nicht brennbares, geruchloses und ungiftiges Gas. Kohlendioxid ist mit circa 0,03 Prozent natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre und ein lebenswichtiger Schutzschild:

CO2 verhindert, dass die auf die Erdoberfläche einfallende Sonnenenergie wieder durch Wärmeabstrahlung in den Weltraum verloren geht. Die vom Menschen verursachte Erhöhung der so genannten Treibhausgase durch Verbrennen fossiler Rohstoffe verursacht eine nachteilige Verstärkung dieses Effekts.
Kohlenmonoxid CO, farb- und geruchloses, in Wasser kaum lösliches, sehr giftiges Gas, das bei -191,5° C flüssig und bei -204,0° C fest wird. Kohlenmonoxid verbrennt zu Kohlendioxid (CO2). Es entsteht bei der Verbrennung von Kohle bei unzureichender Luftzufuhr und ist auch in den Abgasen von Benzinmotoren (Ottomotoren) enthalten. Wenn CO in den menschlichen Organismus gelangt, verbindet es sich statt des Sauerstoffs mit den roten Blutkörperchen und verhindert so die Sauerstoffaufnahme durch das Blut. CO ist bereits in geringer Menge gesundheitsschädlich.
Konzessionsabgabe Entgelte, die Netzbetreiber an Gemeinden dafür entrichten, dass sie den öffentlichen Raum zur Verlegung oder Nutzung von Stromnetzen zur Versorgung von Endverbrauchern in Anspruch nehmen. Die K. fließt ebenfalls in den Strompreis mit ein. (-> Durchleitungsentgelt).
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Besonders effizientes Verfahren, bei dem gleichzeitig mechanische Energie (in der Regel zur Stromgewinnung) und Wärme erzeugt wird. Diese wird als Fernwärme an Verbraucher weitergegeben oder fließt als so genannte Prozesswärme, etwa in einem Heizkraftwerk, wieder in den Produktionsprozess ein.
Lastgang Auch Lastprofil, Lastkurve. Gibt innerhalb eines definierten Zeitraums für jeden Moment wieder, wann welche Menge Strom verbraucht wurde.
Megawatt (MW) Maßeinheit für Strom (-> Watt). 1 Megawatt entspricht 1.000.000 Watt.
Megawattstunde (MWh) Energieeinheit. 1 MWh entspricht 1.000 kWh (-> Kilowattstunde).
Nachhaltigkeit Der Anspruch, ein regenerierbares System in einer Weise zu nutzen, dass es in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann. Das Nachhaltigkeitsprinzip versteht Umweltbelange gleichberechtigt mit ökonomischen und sozialen Belangen und hat zum Ziel, unsere Welt für nachfolgende Generationen ökologisch, wirtschaftlich und sozial intakt zu gestalten und zu erhalten.
Nachtabsenkung Die Senkung einer Tagessolltemperatur auf eine niedrigere Solltemperatur in der Nacht. Ziel der Nachtabsenkung, die in modernen Heizungsanlagen flexibel regelbar ist und automatisch erfolgt, ist das Einsparen von Energie.
Nachtspeicherheizung Elektrisch betriebene Heizung, bei der in Schwachlastzeiten (nachts und am Nachmittag) günstig angebotener Strom (Nachtstrom) Wärmespeicher aufheizt. Diese geben die Wärme tagsüber nach Bedarf wieder ab.
Nennwärmeleistung Maximale Wärmeleistung eines Gasgeräts im Dauerbetrieb unter normalen Bedingungen. Wird vom Hersteller angegeben und u. a. bei der Festlegung tariflicher Grundpreise berücksichtigt.
Netzbetreiber Unternehmen, das Stromleitungen plant, verlegt, pflegt und deren Netze ausbaut sowie den Transport von Strom durch diese Netze ermöglicht. In Europa dürfen Stromerzeugung und Vertrieb aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht in einer Hand mit dem Netzbetrieb liegen.
Netznutzungsentgeld siehe: Durchleistungsentgelt
Niederspannung Elektrische Spannung bis 1.000 Volt (1 kV). Für Haushaltskunden beträgt die Spannung maximal 250 Volt.
Nutzungsgrad Bezeichnet das Verhältnis zwischen genutzter und dafür eingesetzter Energie. Im Gegensatz zum so genannten Wirkungsgrad ist der Nutzungsgrad um alle auftretenden Verluste bereinigt und bezieht sich immer auf einen Nutzungszeitraum. Er ist daher ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Effizienz eines Heizsystems.
Öffentliche Wasserversorgung Die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung umfasst Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts, Unternehmen und andere Einrichtungen, die Anlagen der öffentlichen Wasserversorgung bzw. Abwasserbeseitigung betreiben. Konkret ist es Aufgabe der Kommunen, die Bürger mit ausreichend Trinkwasser in der vorgeschriebenen Qualität zu versorgen und gleichzeitig die lokalen Wasservorkommen zu sichern. Diese Aufgabe wird in der Regel von den Stadt- und Gemeindewerken oder entsprechenden regionalen Zweckverbänden übernommen.
Ökobilanz Systematische Erfassung, Analyse und Bewertung derjenigen Umweltbelastungen, die durch ein Produkt, einen Prozess oder ein Unternehmen verursacht werden. Dazu zählt der umweltrelevante Abbau von Stoffen ebenso wie die Emission von Stoffen in die Umwelt. Die Umweltbilanz etwa von technischen Neuentwicklungen oder von Transportwegen ist zunehmend auch ein wirtschaftliches und politisches Thema.
Ökokonto Freiwillig entrichteter Betrag der Stadtwerke Duisburg. Das Ökokonto wurde eingerichtet, um die Folgen landschaftsrechtlich relevanter Eingriffe in die Umwelt, beispielsweise Maßnahmen zur Leitungsverlegung, zu kompensieren.
Ökosteuer So genannte Verbrauchssteuer, die nach dem Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform auf jeden Energieeinsatz erhoben wird. Ziel der Ökosteuer ist es, Anreize zu schaffen, den Energieverbrauch zu senken und Energie effizienter zu nutzen. Gleichzeitig dienen die zusätzlichen Einnahmen aus der Ökosteuer unter anderem dazu, die Rentenbeiträge zu reduzieren.
Partikelfilter Vorrichtung zur Filterung der in den Abgasen von Dieselmotoren enthaltenen Feststoffteilchen (Partikel), auch Dieselpartikelfilter (DPF) oder Rußpartikelfilter genannt.
Primärenergie Energieträger, die in ihrer natürlich vorkommenden Form als Energiequelle zur Verfügung stehen, wie Erdöl und Erdgas, aber auch Kohle, Gas oder Wind. Um diese Energie zu nutzen, ist keinerlei Umwandlung erforderlich, es entstehen keine Verluste. Im Gegensatz dazu ist etwa Strom erst durch Umwandlung von Primärenergie (zum Beispiel Kohle, Wind- oder Wasserkraft) verfüg- und nutzbar und wird daher als Sekundärenergie bezeichnet.
Regelleistung / Regelenergie Gewährleistet die Bereitstellung der genauen Menge an benötigter Energie bei unvorhergesehenen Ereignissen im Stromnetz, z. B. unerwartet hohe Verbrauche (-> Spitzenlast) oder Ausfälle in der Versorgung.
Regelung Automatische Abstimmung der tatsächlichen Wärmeerzeugung einer Heizungsanlage auf den aktuellen Wärmebedarf. Die Regelung erfolgt selbsttätig, zeit- und witterungsunabhängig und ist eine wichtige Bedingung für effizientes Heizen.
Regenerative Energien Erneuerbare Energiequellen wie Wind, Solar- oder Wasserkraft. Zunehmend wird auch Energie aus Biomasse - von Mensch, Tier oder Pflanze gewonnene organische Substanz - erzeugt. Der Anteil von regenerativen Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch ist derzeit noch vergleichsweise gering, soll aber sukzessive ausgebaut werden, um die Umweltbelastung zu senken und die begrenzten Ressourcen anderer Energieträger wie Erdöl oder Erdgas zu schonen.
Regenwasserkanal Bezeichnet im System einer Trennkanalisation den Teil des Kanalnetzes, in dem nur Regenwasser abgeleitet wird.
Regulierungsbehörde (REGTP) Zusammen mit der Bundesnetzagentur auf Landesebene zuständig für die Regulierung der Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze. Eine Kontrolle der Endkundenpreise fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich. Die Regulierungstätigkeit der Bundesnetzagentur dient der Liberalisierung des Energiemarktes, die in den vergangenen Jahren auf europäischer Ebene angestoßen und durch mehrere EU-Richtlinien vorangetrieben wurde.
Schornsteinfeger Neben der Reinigung von Schornsteinen zuständig für die Überprüfung der Abgaswerte von Heizungsanlagen gemäß BImschV. In seinen Aufgabenbereich fallen die Messung von Abgaswerten bei Heizkesseln mit einer Nennwertleistung von mehr als elf Kilowatt sowie die Beratung in allen Belangen neu zu installierender Wärmeerzeuger sowie der Sanierung von Abgasanlagen.
Sekundärenergie Energie, die erst durch Umwandlung von Primärenergie zur Verfügung steht. So bezeichnet man beispielsweise aus Kohle, Wasser- oder Windkraft oder Kernenergie gewonnenen Strom als Sekundärenergie.
Solarkollektoren Vorrichtungen, die thermische Sonnenenergie zur Wärmegewinnung nutzen. Das durch Sonne erwärmte Heizwasser kann zu Heizzwecken oder in der Warmwasserversorgung eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu werden Systeme, die durch Photovoltaik elektrische Energie erzeugen, als Solarmodule bezeichnet. Die klassische Wärmegewinnung durch Sonnenkollektoren reicht meist nicht als alleinige Wärmequelle aus und kann sinnvoll durch moderne Gasbrennwerttechnik ergänzt werden.
Spitzenlast Bezeichnet kurzfristig auftretenden großen Bedarf an Strom innerhalb eines Netzes.
Strombeschaffung Wettbewerbsbedingt verfolgen Energieversorger unterschiedliche Strategien bei der Beschaffung von Strom. Die meisten Unternehmen haben den Großteil des Stroms, den sie heute an ihre Haushaltskunden liefern, in verschiedenen Tranchen bis zu drei Jahre im Voraus beschafft. Da die Börsenpreise im Jahr 2008 im Schnitt höher als in den vergangenen Monaten lagen, spiegeln sich die derzeit an der Börse notierten Preise nicht im derzeitigen Strompreis wider. Diese langfristige Beschaffungsstrategie minimiert grundsätzlich das Risiko kurzfristiger Preissprünge.
Strombörse -> European Energy Exchange
Strommix Kennzeichnet die Zusammensetzung der Energieträger und deren prozentuale Anteile bei der Stromproduktion. Die Stromkennzeichnung ist für den Verbraucher auf der Jahresstromabrechnung sowie auf allen Werbematerialien angegeben.
Strompreis Die Bildung des Strompreises für Haushaltskunden beruht auf mehreren Faktoren: Neben den Kosten für die Beschaffung von Strom an der Börse beeinflussen Netznutzungsentgelte, Steuern und Abgaben und die Belastungen aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) die Strompreise für Haushaltskunden.

Betrug der Anteil am Strompreis, den die Energielieferanten nicht beeinflussen können im Jahr 2008 noch 39 Prozent, steigt dieser allein durch die Erhöhung der Belastung aus EEG zum 1.Januar 2011 um 1,76 Cent/Kilowattstunde (kWh) auf 45 Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Anteil am Strompreis, den die Energielieferanten beeinflussen können im gleichen Zeitraum von 61 Prozent um sechs Prozentpunkt auf 55 Prozent gesunken ist.
Stromsteuer Gesetzlich geregelt Verbrauchssteuer. Die S. ist im Strompreis bereits enthalten. Strom, der ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt und aus Netzen entnommen wird, die nur aus solchen Quellen gespeist werden, ist von der S. befreit.
Stromzähler Messgerät zur Erfassung gelieferter und genutzter elektrischer Energie.
Thermografie Verfahren, das mittels Infrarotstrahlung unterschiedliche Temperaturen an Oberflächen, etwa bei Gebäuden, sichtbar werden lässt. Die Thermografie wird im Rahmen von Energieberatungen und Sanierungsprojekten eingesetzt, um Schwachstellen in der Wärmedämmung aufzuzeigen.
Treibhauseffekt Treibhausgase wie Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Ozon bewirken seit Bestehen der Erde in der Atmosphäre einen Treibhauseffekt, der entscheidenden Einfluss auf die Klimageschichte und das heutige Klima hat. Die genannten Treibhausgase übernehmen in diesem Modell die Rolle des Glases im Treibhaus: Sie sind durchgängig für den kurzwelligen Anteil der Sonnenstrahlung, absorbieren und emittieren jedoch langwellige Wärmestrahlung je nach Treibhausgas in unterschiedlichen Wellenlängen. Das führt zu dem im Treibhaus durchaus erwünschten Erwärmungseffekt. Dabei wird der größte Teil mit einem Anteil von circa 36 bis 70 Prozent durch Wasserdampf in der Atmosphäre verursacht. Auf Kohlendioxid entfällt ein Anteil von circa neun bis 26 Prozent, auf Methan circa vier bis neun Prozent und auf Ozon circa drei bis sieben Prozent.

Angesichts des Treibhauseffekts und des damit verbundenen globalen Klimawandels stehen vor allem die weltweiten Kohlendioxidemissionen, die den natürlichen Effekt überproportional verstärken, in der Kritik. Um hier gegenzusteuern, werden weltweit Emissionsobergrenzen vereinbart und Maßnahmen zum Energiesparen sowie der Einsatz emissionsarmer Energien empfohlen.
Trinkwasserverordnung (TrinkwV) Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Insbesondere die Beschaffenheit des Lebensmittels Wasser sowie die Anforderungen an die Trinkwasseraufbereitung werden hier geregelt. Enthält auch Verordnungen über die Errichtung, Zulassung und Überwachung von Trinkwasserversorgungsanlagen.
Unbundling Dt.: Entflechtung. Zur Stärkung des Wettbewerbs und zur Verhinderung von Monopolen auf dem Energiemarkt dürfen Stromproduktion, Stromvertrieb und Stromnetze nicht in einer Hand liegen -> EnWG.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) Technische Vorrichtung, die - ähnlich wie ein Akku - bei etwaigen Spannungsschwankungen oder vorübergehendem Stromausfall eine störungsfreie Stromversorgung gewährleistet. Vor allem Geräte und Maschinen, die nahezu ständig verfügbar sein müssen, werden mit USV ausgestattet.
Versorgungssicherheit Anspruch der Verbraucher auf störungsfreie Energieversorgung. Die Verantwortung hierfür liegt auf Seiten der Energieerzeuger und Netzbetreiber und ist vertraglich geregelt.
Wärmedämmung Bauliche Maßnahmen zur Verhinderung von Wärmefluss; das Ziel von Wärmedämmung ist die Eindämmung des Heizenergieverbrauchs sowie der damit verbundenen Kosten. Beispiele: Fassadendämmung, Fenster mit Isolierverglasung, Isolierung von Dachflächen oder Kellerdecke.
Watt Einheit für die Leistung von elektrischem Strom bzw. von elektrischen Geräten. Die Leistung berechnet sich aus der Angabe von Energie (Joule) pro Zeit. 1 Watt entspricht 1 Joule pro Sekunde (1 J/s).