Stadtwerke müssen die Preise moderat anpassen

In den vergangenen fünf Jahren sind Steuern, Netzentgelte und weitere staatlich regulierte Abgaben um 12,69 Prozent gestiegen. So erhöhten sich beispielsweise in diesem Zeitraum allein die Kosten für die Netznutzungsentgelte von 5,893 Cent pro Kilowattstunde auf 7,371 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einer Steigerung von 25,07 Prozent. 

Damit machen die staatlichen Steuern, Umlagen und Abgaben sowie Netzentgelte mittlerweile rund drei Viertel der Energiepreise aus. Diese Preisbestandteile können die Stadtwerke Duisburg nicht beeinflussen und reichen sie wie alle Energieanbieter lediglich an die Kunden weiter. Zusätzlich steigen vor allem die Beschaffungskosten an der Energiebörse seit zwei Jahren wieder deutlich an. So sind seit Anfang 2016 die Kosten für eine Megawattstunde Strom von knapp über 20 Euro auf mehr als 50 Euro pro Megawattstunde im September 2018 gestiegen und haben sich damit mehr als verdoppelt. Auch der Anstieg der Preise für CO2-Emissionszertifikate wirkt als Kostentreiber. So hat sich der Preis für CO2-Zertifikate in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdreifacht. 

Kleinere Entlastungen bei anderen Bestandteilen des Strompreises konnten diesen Anstieg nicht ansatzweise ausgleichen. Diese Mehrbelastungen vor allem bei der Energiebeschaffung können die Stadtwerke nicht mehr vollständig für ihre Kunden auffangen. So hatte der lokale Energieversorger in den Jahren 2014 bis 2017 eine Preissteigerung von 12,31 Prozent, was fast 1,5 Cent pro Kilowattstunde entspricht, kompensiert und nicht an die Kunden weitergegeben. 

Um aber gerade in der Energie-intensiven Winterzeit eine Belastung der Kunden zu vermeiden, haben die Stadtwerke Duisburg Mehrkosten wie in den Vorjahren zunächst an anderer Stelle kompensiert. Auf Dauer ist dies aber nicht möglich, sodass Teile der um mehr als die Hälfte gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden weitergegeben werden müssen. Die notwendige Preisanpassung im Strom- sowie im Gasbereich ist daher ab dem 1. März 2019 vorgesehen. Diese fällt aber sehr moderat aus: In der Sparte Strom liegt die Preissteigerung für einen durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden (kWh) bei rund 3,61 Prozent beziehungsweise 29,56 Euro pro Jahr. Für Erdgas-Kunden liegt die Preissteigerung bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 18.000 kWh bei rund 6,83 Prozent beziehungsweise 93,60 Euro pro Jahr. 

Die Stadtwerke Duisburg werden ihre Kunden frühzeitig mit einem Anschreiben über die jeweiligen Veränderungen informieren.

Zurück