Eine starke Pflanze: Igniscum Candy®


Die Stadtwerke Duisburg AG erforscht gemeinsam mit dem Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf, ob aus Pflanzen und demnach nachwachsenden Rohstoffen Energie gewonnen werden kann. Gegenstand der Forschung ist das Knöterichgewächs Igniscum Candy®, welches als regenerativer Energieträger, sogenanntes Substrat, in Biogasanlagen eingesetzt werden kann.
Die entscheidenden Fragen, die mit diesem Projekt beantwortet werden sollen sind: Wie viel Energie liefert ein Hektar Pflanzen und sind sie als Einsatzstoff für Biogasanlagen und somit als Biomasse geeignet?
Die Stadtwerke Duisburg AG prüft derzeit, ob sie eine eigene Biogasanlage zur Vergärung von nachwachsenden Energierohstoffen betreiben soll. Der Bereich erneuerbare Energien gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen in der Energieversorgung.
Die Stadtwerke Duisburg AG beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und untersucht neben Projekten im Bereich Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft auch die energetische Nutzung von Biomasse. Gerade nachwachsende Rohstoffe wie der Knöterich, bieten dafür großes Potenzial.
Igniscum Candy®
"Igniscum Candy®" eignet sich besonders gut als regenerativer Energielieferant, da die Pflanze auch auf Niederertragsböden bei mäßigem Wasseraufgebot wächst und eine höhere Ertragskraft als Silomais aufweisen soll", weiß Andreas Jeziorek, verantwortlicher Projektleiter bei der Stadtwerke Duisburg AG.
Der Knöterich ist ein nachwachsender Rohstoff, der einen hohen Biooutput mit wenig Aufwand liefert. Drei Jahre braucht die Pflanze bis zur ersten vollwertigen Ernte, davor sollte zur Pflege pro Jahr zweimal gemäht werden, um die Biomasse vom Feld zu räumen. Bis zu 20 Jahre lang kann daraus dann Biomasse gewonnen werden. Der Knöterich japanischer Herkunft zeigt nach drei Jahren etwa 30 Triebe pro Pflanze, momentan zählt er noch etwa 12 bis 13 Triebe und misst etwa 2,36 bis 2,80 Meter im Durchschnitt. Igniscum hebt sich aufgrund seiner Standorttreue und der wenig in den Boden eindringenden Wuchseigenschaften von den wild vorkommenden Staudenknötericharten ab.
Die Stadtwerke Duisburg AG möchte mit dieser Investition ihr Engagement in regenerative Energieerzeugung weiter ausbauen und alternative Erzeugungskapazitäten aufbauen. Der Abbau von CO²-Emissionen und der Klimaschutz stehen dabei im Vordergrund.
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Anamaria Preuss
Erneuerbare Energien
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