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Kleine Kunstwerke auf grünen Netzstationen

Foto: (von links nach rechts) Paul Düperthal, Geschäftsführer Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH, Stefan Vogt und Simon Horn, Highlihtz

Für die Stromversorgung sind sie unentbehrlich: die grünen Netzstationen und die grauen Überflurverteiler der Stadtwerke Duisburg AG. Dies schützt sie jedoch nicht davor, beklebt oder mit Farbe besprüht zu werden. Dabei löst das, was oft nach nächtlichen Streifzügen diese Anlagen ziert, meist keine Freude aus. Graffiti, die einen nennen es Kunst, die anderen Schmiererei, wird nicht nur kontrovers diskutiert, sondern zieht auch einen enormen Reinigungsaufwand nach sich. Und was fast noch schlimmer ist: Die Erkenntnis, scheinbar einen Kampf gegen Windmühlenflügel zu führen, denn kaum entfernt, springt ein neues Graffiti ins Auge.

Paul Düperthal, Geschäftsführer Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH: "Ein Ärgernis besonderer Art waren für uns die Netzstationen und Überflurverteiler im Sportpark Wedau. Kaum installiert, waren sie bereits bemalt und beklebt und erweckten einen verwahrlosten Eindruck. Schlecht für unser Image und für das gesamte Areal, das sich nicht erst seit der umfangreichen Neugestaltung der Flächen um die Regattabahn, wegen der vielen sportlichen Möglichkeiten und Veranstaltungen großer Bekanntheit und Beliebtheit weit über Duisburg hinaus erfreut", so Düperthal weiter. Diesen Kreislauf wollen die Netzgesellschaft und die Stadtwerke Duisburg AG jetzt im Sportpark Wedau durchbrechen.

Die Idee: Mit Graffiti gegen Graffiti

Zwei Netzstationen und fünf Überflurverteiler entlang der grün beleuchteten Laufstrecke werden künstlerisch gestaltet. Verschiedene Sportmotive, legal aufgesprüht, lassen diese Anlagen zum Blickfang werden. "Mit professioneller Unterstützung durch die Firma Highlihtz Fassadendesign entstehen kleine Kunstwerke, die, respektiert und hoffentlich unversehrt bleiben werden", wünscht sich Eckhard Heitmeier, Leiter Netzmanagement.

Akzente setzen

Wenn die farbenfrohen Stromanlagen gut ankommen, sollen weitere Graffitis entstehen. Langfristig würde sich so das Stadtbild ändern. Denkbar ist auch eine Beteiligung der Anlieger und Bürger bei der Wahl der Motive. Statt des uniformen Grün und Grau, könnten an die Umgebung angepasste großflächige Bilder zu sehen sein. "Vielleicht gelingt es uns, zusätzlich zu dem grün angestrahlten Stadtwerketurm, weitere Landmarken zu setzen", so Düperthal weiter. An "Leinwänden" dürfte es nicht scheitern: 1.550 Netzstationen und rund 4.500 Überflurverteiler sorgen dafür, dass der Strom in die Haushalte gelangt.